Hotel Lux
Regie
Michael Radford
Drehbuch:
Michael Ahlbrecht
Dagmar Wagner
(Drehbuchförderung durch den FilmFernsehFonds Bayern)
nach einer Idee vom Produzenten:
Alfred Hürmer
Inhalt
Moskau im Jahre 1938
Hotel Lux erzählt die Geschichte,
wie sich ein zutiefst überzeugter deutscher Kommunist im Geflecht von Bespitzelungen und Anklagen unfreiwillig zum Handlanger des Massenmörders Stalin macht,
wie seine Überzeugung zur tödlichen Gefahr wird,
und er dabei seine Ideale, den Glauben an die kommunistische Idee und fast noch sein Leben verliert.
Historischer Hintergrund
Im Europa der Jahre 1937/38 dominierten zwei große Strömungen den politischen Kampf um die Macht: der Faschismus terrorisierte Deutschland, Italien Spanien und Japan, während in der kommunistischen Sowjetunion Stalin – mit den durchaus starken kommunistischen Schwesterparteien in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Polen an seiner Seite – die kommunistische Weltherrschaft machtpolitisch durchzusetzen versuchte.
Geschichte
Der im Nazi-Deutschland des Jahres 1937 lebende Rechtsanwalt Leonard Trachtenberg, 32, begibt sich als überzeugter Kommunist und Kämpfer für die Weltrevolution mit falscher Identität zu einem besonderen Einsatz auf eine gefährliche Reise nach Moskau, in die Sowjetunion, dem Mutterland der Revolution. Seinen Auftrag dort empfindet er als große Herausforderung: der dritte grosse Schauprozeß im März 1938 steht bevor. Stalin wütet – die „Tschistka“, die „Säuberung“ der Partei von seinen vermeintlichen und tatsächlichen Gegnern, Stalins willkürliches Morden, muss gegenüber der Weltöffentlichkeit als gerecht verkauft werden. Warum die Genossen von einst unter Stalin plötzlich zu Vaterlandsverrätern werden – diese Lügen soll Leonard, der begabte Rhetoriker, den Genossen in aller Welt und als Verbindungsmann für die kapitalistische Presse glaubhaft und gerecht erscheinen lassen. Daß die irrwitzigen Geständnisse und die von den Beschuldigten selbst geforderten Todesstrafen mittels Folter erpresst sind, und Leonard sich mit seiner Aufgabe, die Greueltaten Stalins rhetorisch zu verschleiern, zum Handlanger eines Massenmörders macht, das ahnt Leonard nicht.